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  Dekubitusprophylaxe   Ursache und Entgegenwirkung

Ein Dekubitus, auch Wundliegen, Druckbrand, Dekubitalulkus oder Druckgeschwür
genannt, ist eine Wunde, die von den oberflächlichen Hautschichten über die
tiefer liegenden Bindegewebsschichten bis hin zum Knochen reichen kann. Er kann
verschiedene Ursachen haben:


1. Der körperliche Zustand des Patienten / Bewohners

Dies betrifft besonders kachektische (starke Abmagerung), exsikkierte (ausgetrocknet)
und adipöse (fettleibige) Patienten. Bei der Kachexie (starke Abmagerung) kommt es bei
Schwund des Unterhautfettgewebes zu einer mangelnden Polsterung der Prädilektionsstellen.
Adipöse Patienten sind aufgrund des größeren, auf der Haut lastenden Gewichts sowie
einer allgemein erhöhten Neigung zum Schwitzen in verstärktem Maße dekubitusgefährdet.

2. Der geistige Zustand des Patienten / Bewohners

Die geistige Bewegung entspricht auch der körperlichen Bewegung. Verwirrte,
apathische und teilnahmslose kranke Menschen sowie Patienten in stuporösem
Zustand neigen zu Bewegungsarmut und sind deshalb als dekubitusgefährdet
einzustufen.

3. Beweglichkeit und Aktivität

Bettlägrigkeit und fehlende Eigenbewegungen und daraus folgende unzureichende
Druckentlastung führen ohne geeignete Maßnahmen relativ schnell zu Druck-
geschwüren. Hier ist es unabdingbar, die vorhandene Beweglichkeit mit dem be-
stehenden Immobilitätsgrad des betroffenden Patienten zu ermitteln.

4. Hautzustand des Patienten / Bewohners

Schuppige und sehr trockene Haut ist ebenso dekubitogen, wie zu feuchte oder
gar durch Verletzungen (Risse, Schrunden etc.) vorgeschädigte Haut.

Abhilfe: Bei feuchter Haut muß eine schweißabführende Unterlage gegeben sein.

5. Erhöhte Körpertemperaturen

Durch die vemehrte Schweißsekretion liegt der Patient/Bewohner vermehrt im
feuchten Milieu, so dass es leicht zu Hautschäden im Sinne einer Mazeration
kommen kann.

Abhilfe: Hier ist die Abführung von Schweißdampf besonders wichtig.

6. Inkontinenz

Bei inkontinenten Patienten/Bewohnern treten aufgrund des sauren bzw.
alkalischen Milieus zusätzliche Schäden auf.

Abhilfe: Aufsaugende Unterlagen, die keinerlei Falten oder Druckstellen bilden.

7. Sonstige Faktoren
Neben den vom psychischen und physischen Zustand des Patienten abhängenden
dekubitogenen Faktoren muss im Rahmen einer systematischen Beobachtung auch auf
exogene dekubitusauslösende Faktoren geachtet werden.

Besonderes Augenmerk auf Folgendes richten:
  • Keinerlei Unterlagen, die unelastisch sind und Falten aufwerfen (Bettlaken, Nachthemd,
    Schlafanzug etc.)
  • Sonden, Katheder und etc. mit falten freiem Weichmaterial abdecken
  • Feuchtigkeit vom Patienten abführen

„Es ist günstiger, ein Druckgeschwür zu vermeiden, als es zu behandeln.“

Hierzu haben wir unsere Anti-Dekubitus-System-Matratze entwickelt. Sie setzt sich
aus mehreren Schaumschichten zusammen, die in jedem Falle einen Druckausgleich
schaffen. Die Oberschicht besteht aus einem speziellen Soft-Schaum, der folgende
herausragende Eigenschaften bietet:

  • eine außergewöhnliche lebendige Elastizität bei hoher Dauerbeanspruchung
  • einen federartig wachsenden Verformungswiderstand bei zunehmender Verformung und einer gleichmäßigen Druckverteilung
  • eine optimal offenporige Zellstruktur, die eine hohe Luftdurchlässigkeit gewährleistet und für eine exzellente Klimatisierung bezüglich Feuchtigkeits- und Wärmeregulierung sorgt

Die Matratze wird mit einer atmungsaktiven und hochelastischen Membrane überzogen.
Sie ist wasser- und bakterienundurchlässig und vermeidet Faltenbildung. Durch die
schnelle Aufnahme der durch Transpiration abgegebenen Feuchtigkeit trocknet der Körper
ab und die Heilung kann erfolgen.
Auf dieser Matratze befindet sich ein Frottee-Spannbezug, der ebenfalls eine hohe
Elastizität aufweist.

Info Hinweis:
Bei unserer Dekubitusprophylaxe handelt es sich um ein System, das schon seit vielen
Jahren erfolgreich im Einsatz ist. Die einzelnen Komponenten sind aufeinander abgestimmt
und funktionieren nur bei richtiger Handhabung:

  • Gestärkte Bettlaken oder ähnlich unelastische Auflagen verringern die Wirkung
  • Ebenso sollte auf gummi- oder plastikartige Auflagen verzichtet werden, da sonst der Patient/Bewohner schwitzt

Inkontinenzunterlage (optional)
Für inkontinente Patienten bieten wir zusätzlich eine atmungsaktive Inkontinenzunterlage
(Material: Membrane mit Frottee kaschiert) an, die genauso elastisch ist wie der
Membranenbezug und keine Falten bildet. Das Sekret wird als solches aufgenommen,
wodurch keine neue Aufbereitung des Bettes notwendig wird.

Für weitere Informationen oder Anfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

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